Ein T-Shirt für 2,99 €. Ein Bluetooth-Lautsprecher für 4,50 €. Küchenmesser-Set für 6 €. Temu und Shein setzen Preise, bei denen sich jeder fragt: Wie soll das möglich sein? Die Antwort ist vielschichtig – und nicht so eindeutig negativ wie manche denken.
Kurze Antwort: Direkt vom chinesischen Hersteller zum Kunden, ohne Zwischenhändler, Markenzuschlag oder teure europäische Lagerhaltung. Temu und Shein arbeiten mit tausenden kleinen Fabrikanten zusammen die ihre Überkapazitäten über diese Plattformen abverkaufen.
Die EU-Mehrwertsteuer-Ausnahme für Pakete unter 150 € wurde 2021 abgeschafft. Seitdem zahlen Temu und Shein offiziell Zoll und MwSt. – oder die Pakete werden entsprechend deklariert. Die Kontrollkapazitäten des deutschen Zolls reichen faktisch nicht aus um jedes Päckchen zu prüfen.
Für bestimmte Kategorien sind Temu und Shein schwer zu schlagen:
Sowohl Temu als auch Shein haben umfangreiche App-Berechtigungen und übertragen Nutzerdaten auf Server in China. Das ist kein Gerücht – es ist dokumentiert. Wer das problematisch findet, kauft lieber über den Browser statt über die App.
Temu und Shein sind kein Ersatz für normale Online-Shops, aber sie sind für bestimmte Käufe tatsächlich sinnvoll. Haushaltszubehör, Deko, Bastelmaterial – ja. Kleidung die langfristig getragen werden soll, Elektrogeräte, Produkte wo Sicherheit zählt – nein.
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