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eBay Kleinanzeigen: Günstig kaufen ohne abgezockt zu werden

📅 12. Juni 2026 ⏱ 5 Min. Lesezeit ✍️ Dealzentrum-Team

Kleinanzeigen (früher eBay Kleinanzeigen) ist die größte Plattform für gebrauchte Waren in Deutschland. Wer es richtig nutzt, kauft Elektronik für 40% des Neupreises, Möbel für einen Bruchteil von IKEA und Kleidung die kaum getragen wurde. Wer es falsch nutzt, zahlt zu viel oder fällt auf Betrug rein.

Preisrealismus: Was ist ein guter Preis?

Als Faustregel für gebrauchte Waren: 50–70% des aktuellen Neupreises bei gutem Zustand, 30–50% bei normalem Gebrauch, unter 30% nur bei sichtbaren Mängeln oder wenn der Verkäufer schnell Platz braucht. Verkäufer die 80–90% des Neupreises verlangen und das als "Schnäppchen" bezeichnen – ignorieren.

Den aktuellen Neupreis immer bei Amazon oder idealo.de prüfen, nicht bei den Preisangaben des Verkäufers.

Betrugsmaschen die du kennen musst

Paypal Freunde & Familie

Wenn ein Verkäufer darauf besteht, dass du per "PayPal Freunde & Familie" zahlst – Abbruch. Das ist die häufigste Masche. Mit dieser Zahlungsart gibt es keinen Käuferschutz. Seriöse Privatverkäufer akzeptieren normale PayPal-Zahlung oder Überweisung.

Zu günstiger Preis + Versand

iPhone 13 für 80 € – klingt traumhaft, ist aber mit 99% Wahrscheinlichkeit Betrug. Typisches Muster: Sehr niedriger Preis, Verkäufer "ist gerade nicht da" und wickelt nur per Versand ab, möchte Vorauszahlung. Entweder kommt nichts an, oder leere Schachtel.

Gefälschte Banküberweisung-Screenshots

Bei Kleinanzeigen wird teilweise mit gefälschten "Ich hab überwiesen"-Screenshots betrogen (bei Verkäufer-Seite). Als Verkäufer: nie Ware rausschicken bevor Geld auf dem Konto ist.

Grundregel: Wenn irgendetwas komisch wirkt – zu günstig, zu eilig, seltsame Zahlungswünsche – Abbruch. Gute Deals gibt es genug. Für einen schlechten Deal Zeit und Nerven zu riskieren lohnt sich nie.

Worauf du bei der Besichtigung achtest

Bei Elektronik immer testen, bevor du Geld gibst. Handy: IMEI prüfen (Einstellungen → Allgemein), ob es nicht als gestohlen gemeldet ist (imei.info). Laptop: Akkugesundheit prüfen. Kamera: Verschluss-Auslösungen. Geräte die "kurz nicht bootet" oder "gerade kein Akku dabei" haben – nicht kaufen.

Verhandeln ist normal und erwartet

Auf Kleinanzeigen wird erwartet, dass Käufer verhandeln. Ein Angebot von 10–20% unter dem Angebotspreis ist völlig normal. Einfach kurz schreiben: "Würden Sie das Gerät für X € abgeben?" – Schlimmstenfalls kommt ein Nein.

Wo Kleinanzeigen besser als Amazon ist

Bücher, Spielzeug, Möbel, Sportgeräte, Gartengeräte – alles was gebraucht kaum Qualitätsverlust hat. Auch hochwertige Markenkleidung die kaum getragen wurde. Bei Elektronik über 100 € lieber vorsichtig sein und erst testen.

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